"Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel"
Inhaberin Anke Bünting-Walter

< Hörstudie bis 31.07.2009
01.07.2009 22:00 Alter: 3 yrs
Kategorie: Veranstaltung, Angebot, Presse

Besser hören im Museum Frieder Burda


Gruppenführungen in Museen sind für Menschen mit Hörminderung immer besonders anstrengend. Die Erklärungen der Führer sind trotz Höranlagen schwer zu verstehen. Umgebungsgeräusche und wechselnde Entfernung vom Sprechenden werden als störend empfunden. Diese Problematik unterbreitete Hörgeräte-Trägerin Christine Winter vor einiger Zeit der Inhaberin des Haus des Hörens in Karlsruhe, Hörgeräteakustikmeisterin Anke Bünting-Walter, nach einem Besuch des Museums Frieder Burda in Baden-Baden. Würden Audio- Guides und Gruppenführungsanlagen mit speziellem Funk, der direkt ins Hörgerät eingespeist wird, ausgestattet, könnte man dann nicht besser hören und verstehen? Um dies experimentell zu untersuchen, machte sich daraufhinHelga Zeithaml, Vertriebsleiterin für Funk-Anlagen im Haus des Hörens, auf ins Museum nach Baden-Baden. Begleitet wurde sie von einigen Kunden, die moderne Hörgeräte tragen. Diese fanden in der Tat: Mit Unterstützung der Funkanlage waren die Verständnisschwierigkeiten plötzlich wie weggeblasen. ?Wenn man alles verstehen kann, wird ein Kunstbesuch im Museum Frieder Burda zum Hochgenuss?, freuten sich Christine Winter und Dr. Hagen Petermann. Nach einem Beratungsgespräch mit Helga Zeithaml entschied sich das Museum sehr schnell für diese Zusatzanlage, die Menschen mit Hörminderung den vollen Hörgenuss schenkt. Dank Induktionsschleife und speziellem Adapter wird der Ton ohne Störschall direkt ins Hörgerät übertragen. Die Anlage kommt übrigens jetzt erstmals bei der Ausstellung ?Der Blaue Reiter? zum Einsatz. Die Ausstellung hat gerade begonnen und dauert noch bis zum 11. Oktober. Hörgeräteträger, die sich für eine Führung interessieren, können sich im Haus des Hörens, Telefon (07 21) 9 20 46 43 anmelden. Seit einigen Jahren schon versorgt übrigens das ?Haus des Hörens? nicht nur Patienten mit Hörgeräten, sondern stattet auch öffentliche Räume und Firmen mit Zubehör zu Höranlagen aus. Dazu gehören beispielsweise SAP Walldorf sowie das Landesmuseum und die Kunsthalle in Karlsruhe.

Text/Foto mjo